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In vielen Regionen Bayerns haben die jüngsten Starkregen zu Jahrhunderthochwassern geführt. Auch in unserem Landkreis hat das Hochwasser Spuren hinterlassen. Der Kreisvorstand der Fürstenfeldbrucker GRÜNEN meint, dass die Folgen der Starkregen  zu großen Teilen hausgemacht sind.

Wenngleich beim aktuellen Hochwasserereignis im Gegensatz zum Pfingsthochwasser 1999 in unserem Landkreis großflächige Überschwemmungen durch die Amper erfreulicherweise ausblieben, gibt es massive Wasserschäden zu beklagen. Im östlichen Landkreis waren insbesondere Eichenau und Olching durch eine Flutwelle des Starzelbachs und Grundwassereinbrüche betroffen.

Zum einen zeigen die wiederholt auftretenden heftigen Starkregen, dass die von den Klimaforschern vorhergesagten Extremereignisse immer häufiger Realität werden. „Die oberflächlich abfließenden Wassermassen werden mit der nach wie vor ungebremsten Bodenversiegelung durch diverse Baumaßnahmen immer größer, denn auf betonierten und asphaltierten Flächen kann im Gegensatz zu intakten Böden Wasser nicht versickern“ konstatiert Jan Halbauer, Sprecher der Kreisgrünen. Auch aus Gründen des Hochwasserschutzes sind Flächenversiegelungen deshalb künftig drastisch zu reduzieren.

Begradigungen von Flüssen und Bächen, fehlende natürliche Retentionsräume sowie Siedlungstätigkeit in Überschwemmungsgebieten tragen einen großen Teil zu den Hochwasserereignissen bei. Ingrid Jaschke, Sprecherin des Kreisverbands und Stadträtin in Olching gibt zu bedenken: „Die Schaffung weiterer Retentionsflächen durch Renaturierung des Starzelbachs mit einer Aufweitung der Aue ist dringend geboten um künftig einen besseren Hochwasserschutz zu gewährleisten“.

Um Schäden durch Grundwassereinbrüche zu vermeiden, müssen in Zukunft alle Neubauten in gefährdeten Bereichen zwingend mit ausreichenden Schutzmaßnahmen – also einer sogenannten Weißen Wanne oder ohne Unterkellerung und gegebenenfalls erhöht auf einem Sockel – errichtet werden. Die Kommunen sollten alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, um in den gefährdeten Gebieten grundwassersicheres Bauen zu erzwingen oder die Baugenehmigung nicht erteilen. „Es kann nicht sein, dass neue Häuser ohne entsprechende Vorkehrungen gebaut werden und die Keller bis zur Decke mit Grundwasser volllaufen – wie jetzt in Olching geschehen“ schließt Ingrid Jaschke. Jan Halbauer ergänzt: „Und das Bauen in Überschwemmungsgebieten sollte grundsätzlich nicht mehr genehmigt werden“.