Gröbenzeller Grüne fordern U5-Verlängerung nach Pasing als kostengünstige Alternative zur 2. S-Bahn-Röhre

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Angesichts der verfahrenen Situation beim Thema zweite S-Bahn-Röhre in München haben die Gröbenzeller Grünen in einer Presseerklärung Ministerpräsident Seehofer, Verkehrsminister Zeil und Oberbürgermeister Ude aufgefordert, mit einer Entscheidung zugunsten der U5-Verlängerung endlich eine realisierbare und kostengünstige Lösung im Streit um den zweiten Stammstrecken-Tunnel umzusetzen.

Die Grünen-Sprecher Daniel Holmer, Walter Voit und der Fraktionsvorsitzende Markus Rainer sind der Meinung, dass „ein Blick auf das Schnellbahnnetz in München genügt, um zu erkennen, dass es bereits einen zweiten Stammstrecken-Tunnel gibt. Es fehlen nur rund 3 Kilometer vom Laimer Platz nach Pasing auf der U5.“ Diese Verlängerung der U-Bahn-Linie nach Pasing wurde schon mehrfach ins Gespräch gebracht, von FDP-Minister Zeil aber erst vor kurzem abgelehnt. Gäbe es bereits diese U-Bahn-Linie nach Pasing, wäre sie nach Ansicht der Grünen gerade bei den geplanten Wochenend-Sperrungen der S-Bahn-Stammstrecke im beginnenden Sommer die nötige leistungsfähige Alternative zur S-Bahn-Stammstrecke. Bei allen Sperrungen oder Beeinträchtigungen des S-Bahn-Tunnels, sei es durch technische Probleme, Notarzt-Einsätze, Stellwerksstörungen oder anderen Schwierigkeiten, wäre eine U-Bahn in Pasing für die Fahrgäste eine attraktives und leistungsfähiges Verkehrsangebot in die Innenstadt. Neben Pasing hätte die U5 am Hauptbahnhof, am Stachus und am Ostbahnhof Verknüpfungspunkte mit der S-Bahn-Stammstrecke und damit ebenso viele wie der geplante zweite S-Bahn-Tunnel. Die U-Bahn sei technisch völlig autonom und damit unabhängig von auftretenden Problemen der S-Bahn. Der bisherige 10 Minutentakt der U5 könne mühelos verkürzt werden und damit die Kapazität des Gesamtnetzes entscheidend erhöht werden.  Eine Umsteigemöglichkeit in Pasing auf die U-Bahn würde für viele Gäste, die von den westlichen Außenästen des S-Bahn-Netzes nach Pasing fahren, mit nur einmaligem Umsteigen viele attraktive neue Schnellbahn-Ziele erschließen, so etwa die Theresienwiese.

Entscheidend aber sei nach Meinung der Grünen der Kostenvergleich: eine U5-Verlängerung von der Station Laimer Platz nach Pasing wurde zuletzt mit etwa 270 Millionen Euro veranschlagt, der zweite S-Bahn-Tunnel würde mindestens 2,2 Milliarden kosten. Die mit 3,3 km vergleichsweise kurze Strecke, die oberflächennah gebaut werden könnte, wäre auch zeitlich erheblich schneller realisierbar als ein neuer Stammstreckentunnel, der tief unter der Münchner Innenstadt gegraben werden müsste. Vor diesem Hintergrund fordern die Grünen Seehofer, Zeil und Ude auf, den gordischen Knoten um die Stammstrecke in München mit einer raschen Entscheidung zugunsten der U5-Verlängerung aufzulösen. Die eingesparten Mittel könnten dann in die Auflösung der Engpässe, etwa in den Ausbau des S-Bahn Westkopfes Pasing und in den viergleisigen Ausbau der S4 investiert werden.