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S 4 – Ausbau als ersten Schritt für den weiteren S-Bahn-Ausbau im gesamten Landkreis nutzen!

Die jetzt von Prof. Bodack dem Kreistag vorgelegte Studie nimmt Markus Rainer, Landratskandidat und Fraktionsvorsitzender der Grünen im Kreistag, zum Anlasse noch deutlich weitergehende Verbesserungen im S-Bahn-Netz zu fordern:

„Die Studie zeigt, dass die Einführung von stündlichen Express-S-Bahnen ohne größeren Aufwand möglich ist. Der dafür notwendige Bau eines Behelfsbahnsteigs in Fürstenfeldbruck muss unverzüglich in Angriff genommen werden. Die Münchener S-Bahn gehört zu den profitabelsten Bereichen der Deutschen Bahn, die daraus jährlich mehrere hundert Millionen Euro abschöpft. Für nur einen ganz geringen Teil dieser Summe, nämlich für 300.000 €, kann der Behelfsbahnsteig errichtet werden. Ich fordere den Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn auf, den Behelfsbahnsteig unverzüglich zu bauen und die Express-S-Bahnen einzusetzen.

Die Studie zeigt auch, dass Fürstenfeldbruck gegenüber allen sonstigen Kreisstädten im MVV außer Erding krass benachteiligt ist, was die Versorgung mit Bahnverbindungen anlangt: In keiner anderen Kreisstadt außer Erding halten so selten Züge. Diese Benachteiligung Fürstenfeldbrucks muss ein Ende haben!

Wir dürfen aber bei diesen Maßnahmen nicht stehen bleiben:

Seit Dezember 2013 fährt täglich eine S-Bahn von Fürstenfeldbruck nach Pasing, wo sie geteilt wird: Ein Zugteil fährt auf der Stammstrecke weiter, der andere über den Heimeranplatz nach Höllriegelskreuth. Damit eröffnet sich die Perspektive einer weiteren Anbindung des Landkreises an München mit dem MVV: Ich kann mir vorstellen, zukünftig mit weiteren S-Bahnen der Linien 3, 4 und 8 , die den Landkreis mit München verbinden, so zu verfahren, wenn zugleich an der Poccistraße (was relativ leicht machbar ist) ein S-Bahn-Haltepunkt geschaffen wird, an dem der Übergang zur U-Bahn möglich ist. Eine weitere Voraussetzung ist der konsequente Einsatz von Langzügen, denn dann können nach der Teilung zwei Drittel des Zuges über die Stammstrecke und ein Drittel über die Poccistraße fahren.  Der konsequente Einsatz von mehr Langzügen ist angesichts der sardinenbüchsenartigen Zustände in den S-Bahnen ohnehin längst überfällig. Mit der Flügelung in Pasing könnte das Problem mit den ständigen Störungen auf der Stammstrecke deutlich gemildert werden, denn der zweite S-Bahn-Tunnel wird, realistisch betrachtet, niemals kommen, weil es den politisch Verantwortlichen von CSU, CDU und SPD in München und Berlin am entsprechenden politischen Willen fehlt. Darüber hinaus würde durch die Flügelung der S-Bahnen in Pasing faktisch eine weitere, zusätzliche S-Bahn-Verbindung nach München entstehen.