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Zu den jetzt aufgedeckten skandalösen Zuständen im Kreiskrankenhaus Fürstenfeldbruck und der politischen Verantwortung des Landrats erklärt der Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag Fürstenfeldbruck und GRÜNEN-Landratskandidat Markus Rainer:

„Es ist ein Skandal, dass im Kreiskrankenhaus, wie der Klinikvorstand selbst einräumt, seit Jahren immer wieder Patienten bei der Visite übersehen oder vergessen werden. Diese Zustände sind der Klinikleitung offenbar seit Jahren bekannt – und es ist nichts unternommen worden, um für Abhilfe zu sorgen. Ich fordere den Vorstand der Klinik auf, dem Kreistag einen Bericht darüber vorzulegen, wie viele Patienten in den letzten Jahren einfach „vergessen“ wurden – bei den jetzt aufgedeckten zwei Fällen handelt es sich ja offenbar nur um die Spitze des Eisberges. Zugleich fordere ich die Klinikleitung auf, diese Zustände umgehend abzustellen. Die Ausflucht der Klinikleitung, „über Silvester“ habe es viel zu tun gegeben, zieht nicht, denn es ist allgemein bekannt, dass Krankenhäuser zu Silvester stets besonders stark ausgelastet sind – es wäre Aufgabe der Klinikleitung, hier bereits vorbeugend mehr Personal vorzuhalten.

Die Klinikleitung beklagt den Mangel an Pflegekräften, der mit dazu geführt habe, dass Patienten vergessen werden. Wir GRÜNEN haben im Kreistag beantragt, den Mangel an Pflegekräften zu lindern, indem wir ihnen eine Ballungsraumzulage bezahlen und ihnen damit einen finanziellen Anreiz bieten, in unserem Krankenhaus zu arbeiten. Der Landrat und die CSU haben unseren Antrag abgelehnt – sie stehen damit auch in der politischen Verantwortung für die  Missstände an der Kreisklinik.

Die von der Klinikleitung ins Spiel gebrachten „Kurvenvisiten“, bei denen der Arzt nicht ans Krankenbett kommt, sondern die Diagnose statt dessen nach Aktenlage stellt, lehne ich strikt ab. Es ist eine Ungeheuerlichkeit, einem Patienten zumuten zu wollen, nur nach Aktenlage und ohne persönlichen Kontakt zu einem Arzt behandelt zu werden!“