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Sparkasse: Landsberg beerdigt Fusion
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Mit großer Freude und Erleichterung reagierte der Sprecher der bündnisgrünen Fraktion im Fürstenfeldbrucker Kreistag, Martin Runge, auf den heutigen Beschluss des Landsberger Kreistages, der anvisierten Fusion ihrer Sparkasse mit den Sparkassen Dachau und Fürstenfeldbruck eine Absage zu erteilen. „Unser Dank und unsere Gratulation gehen an die Landsberger Kreisräte, die nicht unreflektiert den Ansagen der Sparkassen-Nomenklatura von der Großartigkeit einer Fusion folgen wollten“, so Martin Runge, der noch einmal auf die Bedeutung von Sparkassen als öffentliche und örtliche Geldhäuser und auf deren Charakteristika und Kernaufgaben hinwies. „Im Falle einer Fusion zu einem Bankinstitut mit derart großem Bedienungsgebiet hätte aufgrund wachsender Anonymität und sinkender Mitwirkungsmöglichkeiten der einzelnen kommunalen Träger die Gefahr gedroht, dass Örtlichkeit, Bedienung in der Fläche und Unterstützung der Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereich zunehmend ins Abseits geschoben worden wären.“ Die Landkreisgrünen hoffen und erwarten jetzt, dass der Fürstenfeldbrucker Stadtrat, der Auflösung des Zweckverbandes Kreis- und Stadtsparkasse Fürstenfeldbruck nicht zustimmen wird und damit auch ein Zusammenschluss allein der Sparkassen Dachau und Fürstenfeldbruck, so wie ein solcher zuletzt von Landrat Thomas Karmasin und dem Brucker Sparkassenchef Klaus Knörr propagiert worden war, nicht zustande kommt, die Sparkasse Fürstenfeldbruck also als solche erhalten bleibt.

Die GRÜNEN im Landkreis Fürstenfeldbruck lehnen die Zusammenlegung unserer Kreis- und Stadtsparkasse Fürstenfeldbruck mit den Sparkassen Dachau und Landsberg-Dießen ab. Die Gründe hat Martin Runge im Beschluss der GRÜNEN Kreistag FFB zusammengefasst:

  • Sparkassen sind öffentliche, dem Gemeinwohl verpflichtete Einrichtungen. Natürlich müssen sie wirtschaftlich arbeiten, um ihre Aufgaben langfristig gut erfüllen zu können. Alle zu Rat gezogenen Gutachter und auch der Vorstand der Sparkasse Fürstenfeldbruck haben mehrfach betont, dass dies auch ohne die geplante Fusion zur viertgrößten Bank Bayerns gewährleistet ist.
  • Es ist aber sehr fraglich, ob die gesetzlich festgelegten originären Aufgaben der Sparkasse durch die geplante Mega-Bank noch wahrgenommen werden können: „Bedienung in der Fläche“, „die Örtlichkeit“ und die „Unterstützung der Aufgabenerfüllung der Kommunen im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich“.
  • Diese originären Aufgaben brauchen nicht nur Transparenz durch lokale Präsenz und Entscheidungsebnen. Sie sind dringend auf die Mitwirkung und Kontrolle durch die lokalen Stadt- und Kreisräte angewiesen. Kleinere – meist kritischere – Fraktionen in den lokalen Gremien wären bei einer Fusion über kurz oder lang nicht mehr in den Sparkassengremien vertreten.
  • Die Zusammenlegung würde zu einem weiteren Stellenabbau führen. Außerdem müsste eine Anzahl der verbleibenden Angestellten deutlich weitere Arbeitswege in Kauf nehmen.