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Die Landtagsabgeordneten Gabriele Triebel und Dr. Martin Runge haben im Namen ihrer Fraktion den Antrag „S 4 West: viergleisiger Ausbau der Bahnstrecke zwischen Pasing und Fürstenfeldbruck und Rückkehr zum Planungsziel 10-Minuten-Takt“ im Bayerischen Landtag eingereicht.

Die S 4 West gehört zu den S-Bahn-Linien, die vor ihrer Einbindung in die Stammstrecke die meisten Fahrgäste haben. Ausgerechnet die S 4 hat aber keine eigenen Gleise, muss also im Mischverkehr fahren (neben den S-Bahnen Regional-, Fern- und Güterverkehr). Dringend notwendige Investitionsmaßnahmen wie beispielsweise die Entschärfung des Engpasses „Westkopf Pasing“ und der Ausbau bis Buchenau wurden und werden immer wieder zugesagt, dann aber auch immer wieder in die fernere Zukunft verschoben. Gerade aber der Zwangspunkt „Westkopf Pasing“ wie auch generell der Mischverkehr sorgen für jede Menge an Verspätungen, die dann wiederum in die Stammstrecke und anschließend in das gesamte S-Bahn-Netz getragen werden.

Die Abgeordneten Triebel und Runge fordern daher Planungsarbeiten und sonstigen Aktivitäten hin zur Genehmigung und Realisierung eines nur dreigleisigen Ausbaus der Bahnstrecke zwischen Pasing und Eichenau zu stoppen und umgehend den viergleisigen Ausbau zwischen Pasing und Fürstenfeldbruck zu beginnen. Sie verweisen auf die Vorplanung der DB AG für einen viergleisigen Ausbau zwischen Pasing und Buchenau, die bereits von Seiten der Staatsregierung und Deutschen Bahn im Jahr 2007 vorgestellt worden war. Hier ließe sich unkompliziert und kostengünstig wieder ansetzen und zum ursprünglichen Planungsziels eines 10-Minuten-Takts zurückkehren.

Aktuell ist jedoch nur mehr ein dreigleisiger Ausbau bis Eichenau in Planung. Neben dem Bau eines dritten Streckengleises bis Eichenau sind bekanntlich Maßnahmen zur Blockverdichtung zwischen Eichenau und Fürstenfeldbruck vorgesehen. Gleichzeitig soll eine abermalige Machbarkeitsstudie zum viergleisigen Ausbau der S 4 West erstellt werden. Damit suggeriere die Staatsregierung, dass sich einem dreigleisigen Ausbau der viergleisige Ausbau in absehbarer Zeit nachschieben lassen würde.

Triebel und Runge halten einen dreigleisigen Ausbau für völlig unzureichend und befürchten, dass es bei einem dreigleisigen Ausbau, dem dann wenige Jahre später der viergleisige Ausbau nachgeschoben werden soll, über Jahre zu massiven Einschränkungen, baustellenbedingten Beeinträchtigungen des Zugverkehrs und damit Belastungen der Fahrgäste in Form von Streichungen von Zugfahrten und Zughalten, von Verspätungen und Zugausfällen kommen würde. Von den Belastungen der Anwohner der Bahnstrecke durch Baulärm und Baustellenverkehr ganz zu Schweigen.