Verantwortung für Gesundheit ist wichtiger als Wahlkampf
11. März 2020
Webinar mit Andreas Krahl
5. Juni 2020

Sandra Meissner, Christoph Maier und Jan Halbauer kritisieren die Showveranstaltung von Karmasin im Verkehrsministerium  zum Ausbau der Bahnstrecke Pasing – Eichenau (S4-West), über die im Artikel „Erst drei, später vier Gleise“ in der Süddeutschen Zeitung vom 11. März 2020 berichtet wurde. Sie fordern gemeinsam, den viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke S4 -West nicht in die ferne Zukunft zu verschieben, sondern sofort auf’s Gleis zu setzen.

Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) sagt in der SZ FFB, dass die Staatsregierung „in der Zukunft auch den viergleisigen Ausbau der S 4 ermöglichen“ wolle. Dem gegenüber steht aber die Tatsache, dass die Deutsche Bahn ausschließlich einen Planungsauftrag für einen dreigleisigen Ausbau der S4-West hat. Sollten drei Gleise, wie aktuell geplant gebaut werden, ist eine Aufwärtskompatibilität hin zu vier Gleisen bautechnisch nicht gegeben. Zahlreiche Bauwerke, bspw. Brücken und Unterführungen müssten wieder abgerissen und neu errichtet werden, ebenso die Gleislagen an sich. Das würde extreme Kosten im Verhältnis zum geringen Zusatznutzen mit sich bringen. Unmittelbar vor der Kommunalwahl ein wachsweiches Pressestatement herauszugeben, indem keine einzige feste Zusage enthalten ist, muss wie Hohn für die alle Pendler wirken. Ein drittes Gleis bringt nur 25 Prozent Kapazitätssteigerung und wenn man die steigenden Zahlen im Güter- und Fernverkehr hinzuzieht, wird es weiterhin zu Zugausfällen und Verspätungen kommen. Fakt ist, dass der heute in Planung befindliche dreigleisige Ausbau der Strecke entgegen den Aussagen von Karmasin einen späteren Ausbau auf vier Gleise sicher verhindert. So sieht das auch das Brucker Verkehrsforum und die überparteiliche Bürgerinitiative „S4 Ausbau jetzt“.

„Die aktuelle Planung muss sofort so modifiziert werden, dass vier Gleise  zwischen Pasing und Fürstenfeldbruck geplant werden. Nur so kann den heute schon bestehenden und den zukünftigen Kapazitätsanforderungen entsprochen werden. Es ist Zeit für eine transparente und offene Informationspolitik, für alles andere ist das Thema S4-West viel zu wichtig und der Ausbau schon mindestens zwei Jahrzehnte überfällig, fasst Sandra Meissner, Landratskandidatin der FREIEN WÄHLER, zusammen.

Christoph Maier, Landratskandidat der SPD, der sich für einen viergleisigen Ausbau bis Geltendorf einsetzt, damit der Westen nicht noch weiter abgehängt wird, bringt es auf den Punkt: „Karmasin konnte sich wieder nicht durchsetzen und zementiert damit die Dreigleisigkeit, die keine echten Verbesserungen bringt. Die gebeutelten Pendler schauen mal wieder in die Röhre. Den Westen lässt Karmasin mit einem Ausbau nur bis Eichenau endgültig im Stich.  

„Seit 1991 werden wir von der CSU hingehalten. Wir brauchen dringend vier Gleise bis nach Fürstenfeldbruck, auch um ein attraktives Angebot für alle Pendler bereitzustellen und unseren Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Vier Gleise sind die einzige sinnvolle Lösung für unsere boomende Region und nur so können wir einen ordentlichen Betrieb auf der Strecke Pasing-Fürstenfeldbruck gewährleisten.“, erklärt Jan Halbauer, Landratskandidat der GRÜNEN.

Wir, Sandra Meissner, Christoph Maier und Jan Halbauer setzen uns für eine zukunftssichere Lösung mit schnellen Verbesserungen für die S4-West ein. Wenn man das erreichen will, dann führt an einem viergleisigen Ausbau kein Weg vorbei. Das Thema ist zentral für viele Bürgerinnen und Bürger im Landkreis und für die Verkehrswende, daher haben wir uns zu einem gemeinsamen Statement entschlossen. Wir ziehen hier an einem Strang. Vor der Wahl und vor allem danach!