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Der Paragraf 219a ist Geschichte
24. Juni 2022

Grüne wählen neuen Kreisvorstand

von links nach rechts: Gabriele Triebel (MdL), Wolfgang Klarmann, Heide Kuckelkorn, Andreas Hillebrand, Anna Geldhäuser, Lisa Stockmann, Lysander Loosen, Jan Halbauer, Thomas von Sarnowski (Landesvorstand), Maria Schwarz

Die Landkreisgrünen haben auf der letzten Kreismitgliederversammlung im Grafrather Dampfschiff einen neuen Kreisvorstand gewählt. Neue Sprecherin ist die Eichenauerin Lisa Stockmann, die bereits im Ortsverband Eichenau als Vorsitzende aktiv ist. Komplettiert wird die neue Doppelspitze durch den Brucker Stadtrat Jan Halbauer, der bereits von 2011 bis 2015 das Amt des Sprechers innehatte. Neuer Kassier ist Andreas Hillebrand aus Olching.

Beisitzer*innen im neuen Kreisvorstand sind Anna Geldhäuser (Maisach), Wolfgang Klarmann (Alling), Heide Kuckelkorn (Olching), Lysander Loosen (Bruck) und Maria Schwarz (Puchheim). „Ein großartiges Team hat sich hier gefunden. Die beruflichen Qualifikationen der neuen Kollegen verbunden mit ihrer Erfahrung aus anderen Tätigkeiten innerhalb der Grünen können wir optimal für unsere Ziele im neuen KV einsetzen“ , sagt die neue Sprecherin Lisa Stockmann und ergänzt: „Wir stehen vor großen Aufgaben und wollen sie zügig angehen.“

Der neue Kreisvorstand wird sich schnell einarbeiten müssen, denn Bezirks- und Landtagswahlen stehen unmittelbar vor der Tür und es geht um viel im Freistaat. „Wir müssen die Energiewende beschleunigen, den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft forcieren, um uns so unabhängig von Diktaturen zu machen, den Wirtschaftsstandort Bayern zu stärken und ein klimaneutrales Land zu werden!“, fasst Jan Halbauer die Ziele für die Landtagswahl in Bayern zusammen.

„Wir brauchen Herz und Verstand beim Umwelt- und Naturschutz. Wir erleben derzeit den größten Artenschwund seit dem Aussterben der Dinosaurier: Beinahe die Hälfte der Libellen- und Heuschreckenarten gelten als gefährdet. 100 von 165 Tagfalterarten in Bayern sind offiziell bestandsgefährdet. Darüber hinaus stehen im Freistaat 42 Prozent der 79 heimischen wildlebenden Säugetierarten aktuell auf der Roten Liste. Und immer noch werden täglich 11,6 Hektar Fläche durch Siedlungs- und Verkehrsgebiete versiegelt (Stand: 2020) – so viel wie 16 Fußballfelder.“, fassen Lisa Stockmann und Jan Halbauer die dramatische Situation zusammen und fordern: „Biotop- und Artenschutz sind unerlässlich, um einen funktionsfähigen Naturhaushalt zu erhalten. Nur so können wir die grundsätzliche Sicherung der Lebensgrundlagen auf unserem Planeten gewährleisten, inklusive der Renaturierung von Ökosystemen und der Wiederansiedlung von Tier- und Pflanzenarten.“