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Bayernweiter Radentscheid: lokales Aktionsbündnis im Landkreis Fürstenfeldbruck gegründet

Bei einem gemeinsamen Auftakttreffen am Donnerstag, den 23. Juni, haben SPD, GRÜNE, ADFC, VCD, BN und ÖDP beschlossen ein lokales Aktionsbündnis zu gründen. Damit wollen wir gemeinsam den bayernweiten Radentscheid unterstützen, um im Freistaat endlich den Rahmen für eine echte Radverkehrsförderung zu schaffen.

Gemeinsam laden die beteiligten Parteien und Verbände zu zwei Auftaktveranstaltungen mit Infostand und Foto-Aktion ein:

Am Samstag, den 2. Juli, ab 10 Uhr am Bauernmarkt Fürstenfeldbruck und

am Samstag, den 16. Juli, ab 9 Uhr am Markt in Germering.

Damit startet bei uns im Landkreis „offiziell“ die gemeinsame Unterschriftensammlung am 2. Juli 2022 am Bauernmarkt in Fürstenfeldbruck. Es wird dann neben den beiden Auftaktveranstaltungen in Fürstenfeldbruck und Germering noch eine Reihe von Infoständen in weiteren Orten des Landkreises die nächsten Wochen geben, denn wir wollen viele Unterschriften aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck beisteuern!

Statements der beteiligten Parteien und Verbände:

Lisa Stockmann & Jan Halbauer, Bündnis 90/Die Grünen: „Wir GRÜNE wollen den Radverkehr zu einer echten, sicheren und komfortablen Alternative machen: Die Menschen in Bayern wollen mehr Rad fahren und bessere Bedingungen hierfür. Nach Jahren der rückschrittlichen Verkehrspolitik brauchen wir einen großen Schritt Richtung klimafreundlicher Mobilität!“

Alexa Zierl & Anita Krämer, ÖDP: „Die ÖDP hat schon zahlreiche erfolgreiche Volksbegehren wie „Rettet die Bienen“ oder zum Nichtraucherschutz initiiert und durchgeführt. Auch damals waren die Menschen in Bayern weiter als die Regierung. Wir sind daher sehr zuversichtlich, dass mit dem breiten Aktionsbündnis des Radentscheids endlich Bewegung in die Verkehrswende kommt.“

Daniel Liebetruth, Lisanne Sauerwald & Mirko Pötsch, SPD: „Sicherheit im Straßenverkehr ist eines der wichtigsten Bestandteile des von uns geforderten und dringend benötigten Radgesetzes für Bayern. Unser klares Ziel ist es daher, die „Vision Zero”, also die Zielvorgabe, dass kein Mensch im Straßenverkehr mehr getötet oder schwer verletzt wird, gesetzlich zu verankern.”

Heinrich Moser, VCD KV FFB-STA e.V.: „Auch wenn punktuell durchaus Verbesserungen zu verzeichnen sind, verbleiben dennoch zu viele Lücken im Radwegnetz. Sie behindern die Verkehrswende, obwohl alle Verkehrsteilnehmer von einer guten Fahrradinfrastruktur profitieren würden, denn ein Fahrrad benötigt nur einen Bruchteil der Fläche eines Kfz. Deshalb unterstützen wir den Radentscheid Bayern, damit Verkehrsflächen in Zukunft fairer verteilt werden und die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer zum Maßstab unserer Verkehrsplanung im Sinne der Vision Zero wird.“

Adi Stumper, Katrin Lehrack, Renate Wach & Bernd Burgmeier, ADFC: „Wir brauchen endlich ein bayernweit geltendes Radverkehrsgesetz, um umweltfreundliche Mobilität voranzubringen. Bisher wurden in 11 bayerischen Städten über 240.000 Unterschriften bei lokalen Radentscheiden für eine bessere und sichere Radinfrastruktur gesammelt. Doch durch unterschiedlichste Gesetze, Regelungen und Verordnungen wird deren Umsetzung ständig ausgebremst. Daher: „Jetzt ein bayernweit geltendes Radverkehrsgesetz, das genaue Ziele festlegt.“

Thomas Brückner, BUND Naturschutz + Verkehrsforum FFB: „Das Fahrrad ist eindeutig DAS Verkehrsmittel der Zukunft, umweltfreundlich und gesund. Wir müssen endlich dem Fahrrad den Stellenwert einräumen, den es verdient. Straßenräume, die heute vom Auto dominiert werden, müssen neu aufgeteilt werden zugunsten des Umweltverbundes aus Fußgängern, Radfahrenden, Bussen und Bahnen. In unseren Städten und auf dem Land muss ein lückenloses und sicheres Radverkehrsnetz ohne neuen Flächenverbrauch entstehen. Ein Ja zum Radentscheid wird endlich den Rahmen für eine echte Radverkehrsförderung in Bayern bringen.“