Interfraktioneller Brief: Bundestagsabgeordnete sprechen sich gegen die Auslieferung von Julian Assange an die USA aus!
7. Juli 2022
Pressemitteilung von Beate Walter-Rosenheimer, MdB
9. September 2022

GRÜNE besuchen PV-Anlage in Türkenfeld

Die Landkreisgrünen haben am vergangenen Wochenende die PV-Freiflächenanlage in Türkenfeld besucht und sich zeigen lassen, wie die Energiewende vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann. Die PV-Freilandanlage in Türkenfeld wurde im Mai 2009 errichtet. Mit einer Leistung von 3,2 Megawattpeak (MWp) erzeugt sie jährlich ca. 3,5 Mio. kWh. Das entspricht etwa 50 Prozent der in Türkenfeld verbrauchten Strommenge. 

„Die Fläche wird parzellenweise von Schafen beweidet. Damit ist über den ganzen Sommer sichergestellt, dass Teilflächen für Insekten (Wildbienen, Hummeln etc.) zur Nahrungssuche verbleiben. Ein wunderbares Beispiel dafür, wie Natur- und Umweltschutz mit der Energiewende im Einklang stehen können“, meint Lisa Stockmann.

Das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2023) verankert das Ziel, dass die inländische Stromerzeugung bereits im Jahr 2035 nahezu treibhausgasneutral sein, also fast vollständig durch erneuerbare Energien erfolgen soll. Auf dem Weg nach 2035 wird das Ausbauziel für 2030 deutschlandweit angehoben, und zwar auf einen Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 80 Prozent am Bruttostromverbrauch.

Bei der Solarenergie werden die Ausbauraten auf ein Niveau von 22 GW pro Jahr gesteigert, so dass im Jahr 2030 insgesamt rund 215 GW Solar-Leistung in Deutschland erreicht sein soll. Um diese notwendigen Ziele zu erreichen, ist es notwendig, dass wir auch im Landkreis unsere eigenen Maßnahmen deutlich beschleunigen. Denn ein zügiger Ausbau erneuerbarer Energien ist Voraussetzung für eine echte Energiewende und den Klimaschutz. 

„Auch wir müssen unsere Hausaufgaben machen und den Ausbau der erneuerbaren Energien endlich vorantreiben. Der Landkreis will sich erst bis 2050 mit 100% erneuerbaren Energien versorgen, was in Anbetracht der aktuellen energiepolitischen Lage ein Offenbarungseid ist.“, kritisieren Lisa Stockmann und Jan Halbauer die Situation vor Ort. 

Mit den am 7. Juli 2022 im Bundestag beschlossenen Gesetzespaketen schieben wir GRÜNE den Ausbau der erneuerbaren Energien nach langen Jahren der Stagnation, Verhinderung und Blockade endlich kräftig an. Zugleich gehen wir die Energieversorgung so ernsthaft an, wie es die Realität der Klimakrise und die Bedrohung der Versorgungssicherheit nach dem russischen Angriff auf die Ukraine erfordert. Nichtsdestotrotz gibt es auch im neuen EEG Verbesserungspotential: „Es ist nicht nachzuvollziehen, dass wir PV-Freiflächenanlagen nur auf Flächen neben Autobahnen, Stromleitungen etc. bauen können. Den Kommunen kann man es im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung ruhig selbst überlassen, ob sie die Ausweisung von Flächen für Photovoltaik-Anlagen für sinnvoll halten oder nicht. Mal davon abgesehen, dass wir die Öffnung der Flächenkulisse dringend benötigen, um 215 GW Solar-Leistung bis 2030 zu erreichen.“