Starkes Signal für neuen Politikstil im Landkreis – Grüne ziehen positive Bilanz der Kommunalwahl 2026

Der Brucker Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zieht nach der Kommunalwahl 2026 eine insgesamt überaus positive Bilanz.

Die Stichwahlen wurden mit herausragenden Ergebnissen abgeschlossen. In Gröbenzell ist Daniel Holmer Historisches gelungen, er gewinnt erstmals ein Bürgermeisteramt für die Grünen im Landkreis. Ronja von Wurmb-Seibel konnte den Abstand zum amtierenden Landrat innerhalb der Stichwahl halbieren und in dem traditionell-konservativen Landkreis mit weit über 40% eine historische Zustimmung für eine Kandidatin von BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN auf Landkreisebene erzielen. Ronja von Wurmb-Seibel hat schon bei der Wahl am 8.3.2026 als Newcomerin die meisten Stimmen erzielt, die je eine grüne Landratskandidatin in unserem Landkreis geholt hat, und in der Stichwahl nochmals kräftig aufgeholt. Unser besonderer Dank gilt deshalb Ronja, die mit großem Einsatz, klarer Haltung und viel persönlicher Überzeugungskraft einen beeindruckenden Wahlkampfgeführt hat. Sie hat Kommunalpolitik für viele Menschen greifbarer gemacht und weit über unsere Partei hinaus neue Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen. Als Kreisrätin wird sie auch weiterhin eine starke Stimme für unseren Landkreis sein.

Mit gut 5% über dem bayrischen Niveau bleibt der Landkreis Fürstenfeldbruck eine grüne Hochburg. Trotz des für Grüne schwierigen politischen Umfelds ist es gelungen, erstmals die Stichwahl um das Amt der Landrätin zu erreichen. Die Grünen haben für den Kreistag das zweitbestes Ergebnis überhaupt erzielt, bleiben zweistärkste Kraft im Landkreis. Abgesehen von einzelnen Ortsverbänden mit speziellen lokalen Herausforderungen liegen unsere Verluste auf dem Level der bayrischen Grünen. Strukturell haben wir alle unsere Ziele erreicht: unsere Fraktion ist jünger, weiblicher und geographisch diversifizierter als zuvor.


Für die Kreisvorsitzende Tine Messerschmidt war der Wahlkampf auch ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung des Kreisverbandes: „Es war eine große Herausforderung, in einem für uns Grüne schwierigen Umfeld den Generationenwechsel einzuläuten und gleichzeitig ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wir sind über das zweitbeste jemals erzielte Ergebnis auf Kreisebene überaus zufrieden. Zum ersten Mal überhaupt haben wir Grüne im Landkreis Fürstenfeldbruck die Stichwahl um das Landratsamt erreicht. Das war mit einer unbekannten Kandidatin in keiner Weise vorhersehbar. Die Fraktion ist jünger, weiblicher und diverser als zuvor. Der Landkreis bleibt mit 5% über dem bayrischen Niveau ein grüne Hochburg.“

Die Kampagne selbst war nicht ohne Risiko: eine weitgehend unbekannte Spitzenkandidatin, ein rein positives Narrativ mit dem Angebot zur überparteilichen Zusammenarbeit, Fokus auf direkten Austausch mit Wählerinnen und Wählern und Haustürgespräche. Mehr als 35.000 Haustürgespräche führten nicht nur zu einer erstmaligen Stichwahl, sondern auch zu ca. 25% mehr Stimmen für Ronja von Wurmb-Seibel als der bestplatzierte arrivierte Lokalpolitiker in der Fraktion. Dies zeigt, mit dieser Strategie können wir auch Wählende außerhalb der Grünen Blase erreichen und für uns gewinnen.

Für den Kreisvorsitzenden Rainer Husmann bestätigt das Wahlergebnis auch die richtige strategische Ausrichtung des Wahlkampfs: „Unsere Entscheidung, bewusst auf ein positives Narrativ und einen neuen Politstil zu setzen, wurde von den Wählerinnen und Wählern honoriert.“ Besonders deutlich zeige sich dies am Ergebnis von Ronja von Wurmb-Seibel auf der Kreistagsliste. Ronja hat fast ein Viertel mehr Stimmen erhalten als der bestplatzierte etablierte Vertreter unserer Kreistagsfraktion und somit offensichtlich neue Wählerschichten ansprechen können. Auch eine Zustimmung für Ronja weit über 40% in der Stichwahl ist für diesen konservativ-geprägten Landkreis sensationell.

Neben der thematischen Ausrichtung von Ronja von Wurmb-Seibel, ihrem Charisma und ihrem unglaublichen persönlichen Einsatz war nach Einschätzung der Grünen die Verkörperung eines neuen Politikstils entscheidend. Die Wählenden wünschen sich inhaltlichen Kooperation statt Parteiengezänke. Bei den Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne haben sie gezielt auch Vertreter*innen anderer Parteien eingeladen und mit aufs Podium gebeten. Für die beiden Kreisvorsitzenden gilt: „In politisch schwierigen Zeiten ist eine gute Zusammenarbeit unter den demokratischen Parteien wichtiger denn je. Dafür stehen wir, mit ganzem Herzen.“


Ronja von Wurmb-Seibel sieht in dem Ergebnis ein klares Signal der Wählerinnen und Wähler: „Viele Menschen im Landkreis wünschen sich einen neuen Stil in der Politik – weniger parteipolitische Konfrontation, mehr Zusammenarbeit und im stärkerer Fokus auf pragmatische Lösungen für die Herausforderungen in unserem Landkreis. Der Wunsch nach Aufbruch war und ist real. Und er wird auch in Zukunft eine wichtige Kraft für Veränderung in unserem Landkreis sein. Für mich ist klar: Verantwortung endet nicht am Wahlabend. In meiner Funktion als Kreisrätin werde ich mich weiterhin für unseren Landkreis einsetzen – konstruktiv, sachlich und im Dialog mit anderen Parteien. Ich bedanke mich bei allen Wählenden für ihr Vertrauen, und bei meinem wirklich einmaligen Team für ihren monatelangen, unermüdlichen, kreativen und gut gelaunten Einsatz.”