Angesichts der dramatischen kommunalen Finanzlage der Bezirke, Landkreise, Städte und Gemeinden und gleichzeitig hoher Rücklagen des Freistaats fordert die Landtagsabgeordnete Birzele rasche Unterstützung durch den Freistaat.Wie in der aktuellen Jahresrechnung zu lesen ist, wurden der Rücklage im Freistaat Bayern Ende 2025 über 5 Milliarden Euro mehr zugeführt als geplant. „Hier muss möglichst viel an die Bezirke weitergegeben werden, damit die Bezirks- und auch die Kreisumlagen in Bayern nicht weiter steigen müssen.“, so Birzele MdL. Bayern erhält darüber hinaus über 200 Millionen aus dem Länderfinanzausgleich zurück. Anfang 2026 müssten somit etwa 11 Milliarden in der Rücklage des Freistaats Bayern sein. „Die Bezirke können ihren Aufgaben irgendwann nicht mehr nachkommen und das System kollabiert.“, sagt Andreas Birzele MdL. „Mit einem Teil dieser unerwartet hohen Rücklage muss unseren Kommunen dringend geholfen werden“, so MdL Birzele. „Wenn Städte und Gemeinden ihre Aufgaben vor Ort nicht mehr zuverlässig erfüllen können, wenn Schulen nicht saniert werden können und Schwimmbäder schließen, gefährdet das das Vertrauen in die öffentliche Hand.“ Der Landkreis Fürstenfeldbruck muss 2027 voraussichtlich 94,5 Millionen Euro Bezirksumlage an den Bezirk Oberbayern abführen. Das wären noch einmal 4,4 Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr. „Die Ausgaben des Landkreises Fürstenfeldbruck steigen von Jahr zu Jahr. Schon bald stehen erneut Gespräche über mögliche Kürzungen an, damit überhaupt noch ein genehmigungsfähiger Haushalt gelingt“, sagt MdL Birzele. „Die hohe Bezirksumlage tut da natürlich besonders weh, obwohl es zweifellos um wichtige Pflichtaufgaben geht. Denn letztlich muss der Landkreis wiederum diese Mehrbelastung über eine höhere Kreisumlage an die Städte und Gemeinden weitergeben. Das Geld fehlt vor Ort für wichtige Aufgaben.“ Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren seit Jahren das strukturelle Ungleichgewicht zu Lasten der Kommunen. „Immer mehr Aufgaben wie Ganztag, Pflege, Jugendhilfe etc. werden von oben nach unten durchgereicht, das kann nicht aufgehen“, so Andreas Birzele MdL. „Bund und Land bestellen, also müssen sie auch mitbezahlen.“ Ob und in welchem Umfang die Kommunen entlastet werden, hängt auch von den laufenden Verhandlungen über den kommunalen Finanzausgleich ab. MdL Birzele fordert ein klares Bekenntnis der Staatsregierung zur kommunalen Ebene und ihren wichtigen Aufgaben. „Schöne Worte gab’s genug, es braucht jetzt Taten.“Nach den vorläufigen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik vom 30. September 2026 wächst die Steuerkraft im Landkreis Fürstenfeldbruck um 4,9 Prozent auf rund 348,50 Millionen Euro, die für die Bezirksumlage maßgebliche Umlagekraft um nur 2,8 Prozent auf rund 375,0 Millionen Euro. Oberbayernweit sind es 6,0 Prozent.Der Bezirk Oberbayern hat angekündigt, mit einer Anhebung um 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte in die Haushaltsberatungen zu gehen. Die Kämmerei hat dem Bezirksausschuss am 1. Oktober 2026 Vorberechnungen mit einem Hebesatz von bis zu 25,2 Prozent vorgelegt. Für den kommunalen Finanzausgleich hatte der Freistaat 2026 die Ausgleichsmasse für die Bezirke auf 1.316,4 Millionen Euro erhöht. Bleibt es 2027 bei diesem Betrag, rechnet die Kämmerei für Oberbayern nur noch mit 245,8 Millionen Euro, 26,8 Millionen Euro weniger als 2026. Beschlossen wird der Hebesatz im Dezember 2026 vom Bezirkstag zusammen mit dem Haushalt. Über die Kreisumlage tragen die Städte, Märkte und Gemeinden diese Last mit.